Management
17.02.2010
Strompreise steigen um sechs Prozent
Zum 1. März erhöhen bundesweit 43 Anbieter ihre Preise im Schnitt um sechs Prozent.
Strompreise steigen im März um sechs Prozent. Foto: ddp
Zum 1. April kämen weitere acht Versorger hinzu, die im Schnitt 6,4 Prozent mehr wollen. Und das dürfte erst der Anfang sein: Denn Versorger, die zum 1. Mai die Preise anheben wollen, können sich noch bis Mitte März Zeit lassen, um dies ihren Kunden mitzuteilen, sagte Thorsten Storck vom Verbraucherportal Verivox der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung "Rheinische Post" am Mittwoch. Nicht nur Eon nimmt künftig mehr Geld für Strom, auch viele Stadtwerke haben eine Erhöhung der Preise für das Frühjahr angekündigt.
Die Stromversorger machen für die Preiserhöhung vor allem den Anstieg der Abgabe für Erneuerbare Energien verantwortlich. Diese so genannte "EEG-Umlage" ist zum Jahreswechsel um 75 Prozent auf mehr als zwei Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Mit der Umlage werden Investitionen in Ökostrom subventioniert, zum Beispiel für Solarzellen und Windkrafträder.
Was können Kunden bei Erhöhungen tun? Jürgen Schröder von der Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, den Anbieter zu wechseln. "Je nach Strombedarf liegt das Einsparpotential zwischen 50 und 200 Euro pro Jahr", sagt Schröder. Der Wechsel ist nicht schwer. Man sollte jedoch auf die Laufzeit achten: "Ein Vertrag sollte höchstens ein Jahr laufen", so Schröder. Sonst sei man vertraglich geknebelt, auch wenn die Preise am Markt nach unten gingen. Von Anbietern, die Vorkasse fordern, rät der Jurist ab. Im Fall einer Insolvenz sei das Geld weg.
Vor einem Anbieterwechsel sollten Verbraucher den eigenen Verbrauch anhand einer Abrechnung überprüfen und Angebote vergleichen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt im Internet beispielsweise energieverbraucherportal.de oder verivox.de .
(sel)
(Quellen: ddp, Rheinische Post)
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