Politik

26.11.2010 Rebecca Eisert

Rente mit 67 ist fair

Es gibt keine Alternative zur Rente mit 67. Sie sehen das anders? Schreiben Sie uns!

Otto Kentzler kann es nicht mehr hören. In einem Interview mit der WELT wird er wieder einmal gefragt, ob denn ein Dachdecker überhaupt bis 67 Jahren arbeiten könne.

Der ZDH-Präsident versucht sich in Gelassenheit: Natürlich war das einst ein Knochenjob. „Da wurde Dachpappe noch hochgeschleppt und die Pfannen wurden geworfen. Heute habe ich Kräne, die hieven das Paket genau dahin, wo es verarbeitet wird.“

Eine körperliche Belastung wie früher gäbe es in den meisten Berufen nicht mehr.

Rente mit 67 – kein Problem?

Das Zauberwort heißt Weiterbildung: Wer körperlich zurücktreten muss, muss sehen, dass er sich auf Bereiche, wie Ausbildung, Bauleitung und Arbeitsschutz spezialisiert. Oder sich frühzeitig überlegen, ob er sich beruflich in 10 oder 20 Jahren doch lieber umorientieren sollte. Das ist sicher nicht einfach, aber nicht unmöglich.

Denn die Frage lautet: Welche Alternative gibt es?

Die Deutschen werden immer älter. Wenn die Rente mit 65 bleibt, kommen 2030 nach auf einen Beschäftigen zwei Rentner. So rechnet das Arbeitsministeriums vor.

Die Rente mit 67 ist somit immer noch das fairste Instrument – wenn nicht das einzige.

Was halten Sie von der Rente mit 67? Ist Weiterbildung tatsächlich eine Lösung? Sind die Vorschläge in der Praxis umsetzbar?

Schreiben Sie uns! Das Kommentarfeld finden Sie gleich unterhalb des Artikels.

 
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