Finanzierung

Ausgabe 02/2012 Text Cornelia Hefer

Worauf es bei Leasing-Verträgen ankommt

Von der obligatorischen Haftpflicht bis hin zu Restwertverträgen: Beim gewerblichen Kfz-Leasing gelten seit einiger Zeit neue Spielregeln. So versuchen die Leasinggesellschaften ihre Risiken zu minimieren. Was Unternehmer beim Leasen von Nutzfahrzeugen unbedingt beachten sollten.

Bild: Renault
Autos und Nutzfahrzeuge spielen im Leasinggeschäft nach wie vor die größte Rolle.

Betrachtet man den Fuhrpark von Handwerksbetrieben, dann stehen immer auch geleaste Nutzfahrzeuge auf dem Hof der Firma. Der Vorteil: Die Unternehmen nutzen Leasing als alternatives Finanzierungsinstrument, um ihre Liquidität zu schonen und somit auch ihre Ratingnote bei der Hausbank zu verbessern.

Eine Variante, die sich im vergangenen Jahr für gewerbliche Kunden aus dem Mittelstand auszahlte - gerade was das Mieten von Nutzfahrzeugen und Produktionsmaschinen betraf (siehe Grafik links). „Die Kunden schätzten 2011 das immer noch geringe Zinsniveau für die Objektfinanzierung“, begründet Lutz Köper, Abteilungsleiter Automotive bei VR-Leasing in Frankfurt, die Investitionsbereitschaft des Mittelstands.

Allerdings versuchen die Gesellschaften mittlerweile über spezielle Versicherungsbausteine ihre Risiken beim Kfz-Leasing zu minimieren. Von dem zusätzlichen Schutz für den Fuhrpark profitieren aber auch gewerbliche Kunden. Denn er deckt finanzielle Lücken bei Schäden. Eingebaute Sicherheitsstandards senken für Handwerksbetriebe außerdem die Prämie.

Policen schließen Lücken

Ein gutes Beispiel für den Zusatzschutz ist die sogenannte GAP-Versicherung. Sie schützt bei einem Totalschaden des Fahrzeugs den Leasingnehmer vor Ausgleichszahlungen wegen einem vorzeitigen Ende des Leasingvertrags. Bei gemieteten Fahrzeugen besteht oft ein Unterschied zwischen der Restleasingforderung, das sind die Restleasingraten plus eventuell vereinbarter Restwert, des Leasinggebers und dem Wiederbeschaffungswert, der vom Versicherer erstattet wird.

Diese Lücke muss der Leasingnehmer dann aus der eigenen Tasche bezahlen. Da können schon mal einige Tausend Euro zusammen kommen. „Die GAP-Versicherung für Leasing-Verträge bieten wir unseren Kunden optional an. Sie ist keine Verpflichtung und kostet bei uns drei Euro für PKW und sieben Euro für Transporter im Monat“, erklärt Köper von VR-Leasing, Mitglied der Genossenschaftlichen Finanzgruppe. Er empfiehlt ...

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