13.01.2012 | ds
Nachwuchs lernt nur in der Praxis
Viele deutsche Unternehmen investieren in die akademische Bildung und fördern den Nachwuchs dabei möglichst praxisnah, zum Beispiel mit einem Praktikum.
Das meldet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in dem Bericht "Investitionen in die akademische Bildung“.
Bild: iStockphoto
Unternehmer investieren immer mehr in die akademische Bildung des Nachwuchses. Studenten können dadurch ihr Wissen in die Unternehmen einbringen und praxisnah arbeiten.
Fast jeder bei Bildung engagierte Betrieb ermöglicht Studenten ein Praktikum, gut ein Drittel investiert in Mitarbeiter, die parallel zu ihrer Berufstätigkeit einen Hochschulabschluss erwerben. Dadurch tragen die Unternehmen zu einer besseren Bildung des Nachwuchses bei.
Ebenfalls gut ein Drittel der Unternehmen unterstütze Studenten bei ihrer Abschluss- oder Doktorarbeit, indem die Nachwuchsakademiker eine betriebliche Problematik wissenschaftlich analysieren.
Institute profitieren von Unternehmenszuwendungen
Laut IW Köln profitieren am häufigsten die ökonomischen Fakultäten von den Zuwendungen der Betriebe: Rund jedes zweite Unternehmen fördere die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. An zweiter Stelle rangierten die Ingenieurwissenschaften (32 Prozent), gefolgt von den Fächern Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (22 Prozent).
Unternehmen investieren 2,2 Milliarden Euro
Insgesamt hätten die Unternehmen in Deutschland im Jahr 2009 mehr als 2,2 Milliarden Euro in die akademische Ausbildung an den Hochschulen investiert.
Davon erhielten die Hochschulen rund 640 Millionen Euro in Form von finanziellen Zuwendungen, Sach- und Servicespenden sowie von Stiftungsprofessuren. Rund 1,5 Milliarden Euro kamen den Studenten direkt zugute.
(ds)
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