Das deutsche Handwerk blickt zufrieden auf Jahr 2011 zurück. In einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie sagte Otto Kentzler, der Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH), seine Branche erwarte ein Umsatzwachstum von fünf Prozent und einen Beschäftigungszuwachs von 25.000 Mitarbeitern.
Zugleich wies Kentzler auf die Probleme der Betriebe hin. So hätten 40 Prozent der Firmen Schwierigkeiten, geeignetes Fachpersonal zu finden. Bis zu 11.000 Lehrstellen hätten nicht besetzt werden können. Daher werde das Handwerk die Bemühungen verstärken, gute Kräfte zu finden, zu fördern und auch in den Betrieben zu halten
Hoher Frauenanteil, viel Migrationshintergrund
Auf Fragen zur Frauenförderung wies der Handwerkspräsident darauf hin, dass sich der Frauenanteil an den erfolgreich bestandenen Meisterprüfungen in den letzten zehn Jahren verdoppelt habe. Jeder fünfte Beschäftigte im deutschen Handwerk habe einen Migrationshintergrund. „Bei uns kommt es nicht darauf an, wo man herkommt, sondern wo man hin will“, sagte Kentzler.
Rückgrat der Wirtschaft
Zuvor hatte der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie, Ernst Hinsken (CDU/CSU), auf die Bedeutung des Handwerks mit einer Million Betrieben und einem Umsatz von 464,5 Milliarden Euro hingewiesen. Im Handwerk seien 5,13 Millionen Menschen tätig, was 12,7 Prozent aller Erwerbstätigen entspreche. Knapp 440.000 Lehrlinge würden ausgebildet.
„Das Handwerk bildet mit seiner Vielzahl mittlerer und kleinerer Betriebe das Rückgrat der deutschen Wirtschaft“, stellte Hinsken fest. Auch die Sprecher der Fraktionen unterstrichen die Bedeutung des Handwerks für die deutsche Wirtschaft. Das Handwerk sei „Garant für Wachstum und Beschäftigung“, würdigte die CDU/CSU-Fraktion.
(ZDH / Bundesregierung)
Ihr Kommentar zu diesem Artikel
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login