Betrieb
20.01.2010
Gründungen: GmbH light kommt an
Forscher der Uni Jena haben bis Jahresende 2009 schon 22700 Unternehmergesellschaften (UG) in den elektronischen Handelsregistern ermittelt.
Viele Gründer wählen die "Mini-GmbH" als Gesellschaftsform.
Foto: Digitalstock
Vor einem Jahr ist mit der Unternehmergesellschaft (UG) eine günstige Alternative zur GmbH geschaffen worden, die die Gründung eines Unternehmens erleichtern und den Trend zur Nutzung des britischen Limited-Modells bremsen sollte. Diese neue „Mini-GmbH“ kommt offenbar gut an.
Während Kritiker zuvor gewarnt hatten, dass das geringe Eigenkapital von im Extremfall nur einem Euro unseriöse Gründer in die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft locken könnte, gibt es hierfür nach Erhebungen des Deutschen Industrie- und Handelkammertags (DIHK) keine Anhaltspunkte.
Limited geht zurück
Stattdessen wird die neue Rechtsform mit den entschlackten Regelungen – wie einem Muster-Gesellschaftsvertrag, der nur notariell beglaubigt werden muss – vor allem von Dienstleistungsgründern genutzt, deren Kapitalbedarf gering ist.
Forscher der Uni Jena haben bis Jahresende 2009 schon 22700 Unternehmergesellschaften in den elektronischen Handelsregistern ermittelt. Bezogen auf die Gespräche zur Existenzgründungsberatung in den IHK entschieden sich 2009 7 Prozent der Gründungswilligen für die „UG“.
Die Nutzung des Konkurrenzmodells, der Limited, geht dagegen nach Auskunft des DIHK deutlich zurück.
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rm
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