Die mittelfristige strategische Ausrichtung der Handwerksunternehmen könnte fundierter sein. Zu dieser Einschätzung kommen die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH) und ihr wissenschaftlicher Partner bei der Gründungsforschung, die Universität Lüneburg.
Auf die Frage, ob sie schriftlich niedergelegte Konzepte für die Entwicklung ihres Betriebes hätten, antworteten 30 Prozent der Existenzgründer zumindest im Prinzip mit „Ja“.
Kaum berücksichtigt: die künftige Finanzierung
47 Prozent gaben dagegen zu, „kaum bis keine schriftlichen Konzepte" zu haben. Wenn es solche Ausarbeitungen gibt, beziehen sie sich vor allem auf die Wettbewerbsfähigkeit (39 Prozent), auf die Kundenwünsche (33 Prozent) sowie auf die Kosten- und Umsatzentwicklung (29 Prozent), gefolgt von einer möglichen Modernisierung oder Erweiterung des Betriebs und der Frage des künftigen Personals. Auf Schwierigkeiten bei der künftigen Finanzierung meint sich lediglich eine Minderheit einstellen zu müssen, denn diese Vorgabe wurde nur zu sieben Prozent markiert.
Je schlechter die Wirtschaftslage, desto wichtiger ein Konzept
Längerfristig ausgerichtete und gut abgesicherte Firmenkonzepte sind immer wichtig für Handwerker, mahnt LGH-Geschäftsführer Reiner Nolten. Ihr Stellenwert könnte aber noch steigen, falls sich die gesamtwirtschaftliche Lage weiter eintrüben sollte. Impulse für derartige Konzepte können laut Nolten die Betriebsberater des Handwerks geben.
Tipp: Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag „Wirtschaft 2012: Im Vorteil mit Plan B“.
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