Wirtschaft
04.03.2010
Creditreform
Geschäftslage im Handwerk stabilisiert
Die konjunkturelle Talfahrt im Handwerk ist gestoppt. Nach dem Einbruch im vergangenen Jahr haben sich die Einschätzungen zur Geschäftslage im Frühjahr 2010 verbessert. Auch die harten Konjunkturindikatoren zur Umsatz- und Personalentwicklung haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht.Das ergab die von Creditreform im Februar 2010 durchgeführte Umfrage unter 3.000 Handwerksbetrieben. Laut Umfrage zeigen auch die Erwartungen für die zukünftige Umsatz-, Ertrags-, und Personallage nach oben.
Die Frühjahrsumfrage von Creditreform zeigt Tendenz zur Stabilisierung im Handwerk. Foto: ddp
Im Frühjahr 2010 berichten 35,4 Prozent der Handwerker von einer guten Geschäftslage – ein Plus von 3,8 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Betriebe, die ihre Lage mit schlechten Noten beurteilen, ist um 4,5 Zähler auf 9,6 Prozent gesunken (Vorjahr: 14,1 Prozent). Nahezu unverändert geblieben ist die Einschätzung einer befriedigenden oder ausreichenden Geschäftslage (54,1 Prozent; Vorjahr: 53,6 Prozent). Damit liegt der Saldo aus guten und schlechten Bewertungen mit 25,8 Prozentpunkten 8,3 Zähler höher als im Vorjahr (17,5 Prozentpunkte).
Die verbesserte wirtschaftliche Lage des Handwerks lässt sich auch anhand der Umsatz- oder Beschäftigtenentwicklung belegen. Innerhalb des vergangenen Jahres ist der Umsatz bei jedem fünften Unternehmen gestiegen (21,2 Prozent; Vorjahr: 20,6 Prozent). Die Zahl der Betriebe mit Umsatzeinbußen hat sich um 2,8 Prozentpunkte verringert (2010: 30,7 Prozent; 2009: 33,5 Prozent).
Erwartungen verbessern sich
Zeigen die Einschätzung zur Geschäftslage sowie die Umsatz- und Beschäftigtenentwicklung eine Stabilisierung der konjunkturellen Lage des deutschen Handwerks, deuten die gestiegenen Erwartungen sogar eine konjunkturelle Erholung an. So rechnen 21,6 Prozent der Handwerksbetriebe mit steigenden Umsätzen. Im Vergleich zum Vorjahr (14,5 Prozent) ein Plus von 7,1 Zählern. Mit sinkenden Umsätzen rechnen nur noch 21,9 Prozent (Vorjahr: 37,4 Prozent).
Die stabilisierende Wirkung des Handwerks auf den Arbeitsmarkt bleibt bestehen. Im Frühjahr 2010 planen immerhin drei Viertel der befragten Handwerksbetriebe (72,8 Prozent) ihren Personalbestand in diesem Jahr unverändert zu lassen. Neueinstellungen planen mittlerweile 11,6 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 9,5 Prozent). Und 15 Prozent der Handwerker rechnen damit, in diesem Jahr Entlassungen vornehmen zu müssen – 2009 gab das jeder Fünfte an (20,4 Prozent).
sel
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