16.11.2011 | ds
Europafreundliche Handwerker wollen Veränderungen
Der Geschäftsführende Vorstand der Junioren des Handwerks kritisiert die momentane Finanz-Wirtschaft in Europa und schlägt Maßnahmen vor, mit denen die Stabilität im Euroraum wieder gewährleistet werden soll. Von einer Ausweitung der europäischen Rettungsschirme wird dabei abgeraten.
Die Handwerksjunioren wissen umd das Potenzial eines starken Europas und machen Vorschläge für eine sablie Euro-Politik.
Ein Vorschlag der Handwerksjunioren ist, dass die etablierten Konvergenzkriterien für EU-Staaten, die Gesamtverschuldungs-Obergrenze von 60 Prozent des BIP sowie die Neuverschuldungs-Obergrenze von 3 Prozent des BIP pro Jahr wieder Autorität haben und ernsthaft eingehalten werden müssen. Außerdem müssen die etablierten EU-Sanktions- bzw. Strafmaßnahmen für ausbüchsende EU-Staaten tatsächlich angewendet werden.
Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken
Für die Finanz-Wirtschaft rät der Geschäftsführende Vorstand zur Wiedereinführung der Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken und damit zu einer Rückbesinnung auf den ursprünglichen Geschäftsauftrag der Banken als natürlicher Partner der Realwirtschaft im Rahmen eines funktionierenden Wirtschaftssystems. Außerdem rät er zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer und damit zur Eindämmung von Spekulationsgeschäften mit realitätsfernen Gewinnen ohne realwirtschaftliche Produktionsleistung. Auch die Einrichtung einer Europäischen Ratingagentur wird von den Handwerksjunioren vorgeschlagen.
Ausweitung der Rettungsschirme werden abgelehnt
Keine Lösung des Problematik sehen die Junioren des Handwerks in der bereits angedachten Preisgabe der deutschen Goldreserven und Einrichtung von Eurobonds, sowie der bereits gängigen auftragswidrigen Staatsanleihe- Aufkaufpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der zunehmenden Ausweitung der europäischen Rettungsschirme. „Wir junge Handwerker sind europafreundlich, denn das Potenzial eines starken Europa ist wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch motivierend groß. Umso wichtiger ist aus unserer Sicht die Stabilität der europäischen Währung, der europäischen Währungszone und der EU-Staatengemeinschaft“, heißt es in der Resolution.
(ds)
Ihr Kommentar zu diesem Artikel
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login